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Heute habe ich für euch mal was Neues aufgetan. Ein kurzer Gastartikel von Johanna Schröder, die unter anderem die Seite ayuverdatrends.com betreibt.

Die große Panchakarma-Kur ist das wohl wichtigste Reinigungsverfahren der ayurvedischen Lehre. Übersetzt bedeutet der Begriff fünf Handlungen. Gemeint sind damit die fünf Möglichkeiten, durch die Schlacken und Umweltgifte – nach Ayurveda Mala und Ama – aus dem Körper geleitet werden.

Eine Kur in drei Phasen

Für eine umfassende Panchakarma-Kur sollte der Patient mindestens zwei Wochen Zeit einplanen. Ideal sind drei bis vier Wochen, bei Behandlung chronischer Krankheiten können auch zehn Wochen angemessen sein. Wichtig zu wissen: Ayurvedische Medizin ist nicht unumstritten. Wer wirklich krank ist, sollte sich nicht allein auf Naturheilverfahren verlassen, denn sonst besteht die Gefahr, dass Krankheitsherde unerkannt und unbehandelt bleiben. Panchakarma beginnt stets mit einer Vorbereitungsphase, Purva Karma genannt. Geklärte Butter, Ghee, wird mit Kräutern aufbereitet und morgens getrunken. Selbst tief im Gewebe sitzendes Mala und Ama soll dadurch gelöst werden. Mit Hilfe von Ölmassagen werden die gelösten Schadstoffe in Richtung Verdauungstrakt bewegt. Dampfbäder ermöglichen zugleich eine Ableitung über die Haut. Erst danach beginnt das eigentliche Panchakarma. Dabei kommen nicht alle der fünf Ausleitungsverfahren zur Anwendung. Je nach Diagnose sind Vamana (Erbrechen), Virecana (Abführen), Asthapana Vasti oder Anuvasana Vasti (Einläufe mit Abkochungen bzw. Ölen) oder Nasya (Nasenspülungen) angezeigt. Während des Panchakarma wechseln sich Reinigung und Ruhetage, unterstützt von Massagen, ab. Der Ayurveda-Ratgeber ayurvedatrends.com beschreibt Panchakarma trotz der intensiven Verfahren als insgesamt sehr sanft.

Rückkehr in den Alltag

Spirituelle Menschen unterstützen die letzte Phase, den Wiederaufbau (Paschat Karma), mit meditativen Übungen. Generell sind Yoga und leichte körperliche Betätigungen wie Tanz und Spaziergänge wichtig, um die Umstellung des Körpers auf normale Ernährung zu unterstützen. Zwar ist Panchakarma nicht zwingend eine Fastenkur, aber dennoch ist der Unterschied zwischen der leichten Kost während der Kur und der Ernährung im Alltag erheblich. Rund eine Woche sollte man dem Körper gönnen, um sich wieder an das Verdauen zu gewöhnen. Mit einem Speiseplan, der dem individuell vorherrschenden Dosha angepasst ist, gelingt es, die Erfolge der Panchakarma-Kur über lange Zeit in den Alltag zu retten. Die Kur ist stets eine gute Gelegenheit, Gewohnheiten – nicht nur in Bezug auf die Ernährung – zu überdenken und so zu einem gesünderen Lebensstil zu finden.